Kant’s Frage

Eines Tag’s erkannte Kant,
dass er eine Antwort fand.
Und nun grübelt er am Tage
und des Nachts: Was war die Frage?

Ein modebewusstes Vieh

Es ging ein eitles Gürteltier,
zu kaufen eine Schnalle,
zum Laden und bemerkte hier:
„Die hab ich ja schon alle!”

Das Horn

Es tutet der Jäger,
er tutet ins Horn,
er tut es von hinten,
doch tuten tut’s vorn.
Und hat er geblasen,
dann weiß man genau:
Es liegt auf dem Rasen
’ne ganz arme Sau!

Circe

Die Männer konnte Frollein Circen,
vermittels Kräutern und Gewürzen
sowie mit Zauberei behandeln,
um sie in Schweine zu verwandeln.
Man dieserhalb vor jenem warnte,
was dem passiert, den sie umgarnte,
denn jeden Mann macht diese Frau
mit links und Leichtigkeit zur Sau!

Die Kuh im Weltall

Was fliegt dort hoch am Himmelszelt,
süß Lieder pfeifend um die Welt?
Was ist das, was am Firmament,
dort oben keine Sau erkennt?
Was wird das sein, was, hoch und höher
und fliegend kommt den Sternen näher?
Es ist die Bäurin, die mich fragt;
„Es ist ’ne Kuh”, hab ich gesagt.
„Das weiß ich auch”, sagt darauf jene,
„nur – ist das Gertrud oder Lene?”

Es bricht immerzu irgendwas

Die Wildsau bricht, und zwar hervor,
aus Büschen und aus Wäldern.
Der Spitzbub, der bricht ein, bevor
er sucht nach fremden Geldern.
Der Frühling, der bricht heute aus,
und auch die Knospen brechen.
Es bricht noch mehr in Hof und Haus,
der Stiel bricht grad, vom Rechen.
Auch beispielsweise bricht das Licht
an Schmuck sich und Geschmeiden.
Nach acht Stück Torte breche ich,
das lässt sich kaum vermeiden.